1. Juni 2026

Erste systematische Übersichtsarbeit zur Kosteneffektivität integrativer Onkologie

Ein systematischer Review unter Beteiligung des FIH zeigt: integrative onkologische Ansätze sind kosteneffektiv — und lassen sich in bestehende Versorgungssysteme integrieren.

Ein aktueller systematischer Review unter Beteiligung des Forschungsinstituts Havelhöhe (FIH) in Zusammenarbeit mit dem Charité Competence Center for Traditional and Integrative Medicine (CCTIM) Berlin und weiteren Partnern aus Europa zeigt, dass integrative onkologische Ansätze kosteneffektiv sind. Weitere Kooperationspartner waren das EUROCAM in Brüssel, das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité – Universitätsmedizin Berlin, die IVAA in Brüssel und das NICO in Großbritannien.

Im Review wurden gesundheitsökonomische Studien zu psycho-onkologischen Programmen, rehabilitativen Maßnahmen, phytotherapeutischen Zusatztherapien und Mind-Body-Programmen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Interventionen in bestehende Versorgungssysteme integrierbar sind und überwiegend als kosteneffektiv oder sogar kostensparend im Vergleich zur Standardversorgung bewertet wurden.

Unsere Arbeit ist die erste systematische Evidenz zur Kosteneffektivität integrativer onkologischer Konzepte dieser Art und die Ergebnisse sprechen dafür, dass diese Ansätze sinnvoll in die reguläre Gesundheitsversorgung integriert werden können.

So fasst Erstautor PD Dr. med. Friedemann Schad vom Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe und Forschungsinstitut Havelhöhe die Ergebnisse zusammen.

Die Ergebnisse stehen im Einklang mit der Global Traditional Medicine Strategy 2025–2034 der WHO und unterstreichen das Potenzial, integrative Ansätze künftig stärker in nationale Krebsprogramme und Versorgungskonzepte zu integrieren.

Beitrag von Anja Thronicke