FIH-Doktorand:innen und Forschende präsentieren auf dem Deutschen Krebskongress 2026
Vier Poster, eine Vorstudie zur Lungenkrebsfrüherkennung durch Spürhunde und intensive Tage im Austausch mit der onkologischen Fachcommunity.
Wir blicken dankbar auf den Deutschen Krebskongress #DKK2026 und intensive Tage im Austausch mit der onkologischen Fachcommunity zurück.
Besonders freuen wir uns, dass unsere FIH-Doktorand:innen Charlene Menge, Charlotte Streffer und Alexander Krabbe ihre Poster präsentieren konnten – ein wichtiger Schritt für den wissenschaftlichen Nachwuchs und die Sichtbarkeit integrativer Onkologie in Havelhöhe.
Charlene Menge zeigte, dass die Verbesserung von selbstberichteten Schmerzen, Belastungen und Mobilitätsproblemen bei Lungenkrebspatient:innen mit einem multimodalen integrativen Therapieprogramm assoziiert war und die qualitätsadjustierten Lebensjahre (QALY) in dieser Kohorte im Vergleich zu Patient:innen ohne das Programm verlängert waren. Charlotte Streffer präsentierte Daten aus der LUCIA-Studie und zeigte, dass eine achtsamkeitsbasierte rezeptive Kunsttherapie (Metallfarblichttherapie) mit einer signifikanten Verbesserung der krebsassoziierten Fatigue und Schlafstörungen bei Frauen mit Brustkrebs assoziiert war. Alexander Krabbe berichtete über die Ergebnisse eines multimodalen supportiven und palliativen Programms (ACCEPT) für Lungenkrebspatient:innen.
Zudem präsentierte Dr. Christian Grah aus dem Lungenzentrum des Gemeinschaftskrankenhauses eine Vorstudie zur Lungenkrebsfrüherkennung durch Hunde, die Lungenkrebs riechen können. Das Projekt wird in Kooperation mit dem CCCTIM der Charité (Prof. Seifert) aufgebaut und soll in eine prospektive Untersuchung überführt werden, um Lungenkrebspatient:innen in einem noch heilbaren Stadium zu diagnostizieren.
Aus der Arbeitsgruppe Netzwerk Onkologie zeigte Dr. Anja Thronicke, dass während der Pandemie die Diagnostik von kleinzelligem Lungenkrebs verzögert, die primäre Chirurgie signifikant reduziert und die Mortalität erhöht war — in großen im Vergleich zu kleinen Städten. Für künftige Gesundheitskrisen müssen diese Kapazitäten in urbanen Gebieten dringlich aufrechterhalten werden. Dieses Projekt wird in Kooperation mit dem Klinischen Krebsregister Brandenburg-Berlin (KKRBB, Dr. Schneider) durchgeführt.
In unserem Haus leben wir evidenzbasierte Medizin mit dem Ziel, die Patient:innen konsequent in den Mittelpunkt zu stellen. Integrative Onkologie verstehen wir als Bestandteil einer zukunftsorientierten, bedarfsgerechten Versorgung. Mehr als 70 % der onkologischen Patient:innen wünschen sich integrative Ansätze – ein Bedarf, den wir gemeinsam mit der nächsten Generation wissenschaftlich fundiert weiter erforschen.
Der Kongress hat erneut gezeigt: Havelhöhe ist präsent, innovativ und überzeugt, die integrative Onkologie Schritt für Schritt evidenzbasiert weiterzuentwickeln.
